Friday, March 17, 2017

Unser Garten am 16.03.2017

Bei uns am Berg ist die Natur um einiges langsamer. Während ich neidvoll auf die Bilder meiner FreundInnen blicke, bei denen schon viel wächst sind bei uns nur die Ersten Ansätze zu sehen. Hier ein paar Bilder. Dieses Jahr werde ich vieles nicht machen, denn es ist einfach zu viel und war es eigentlich letztes Jahr schon.







Der Pfirsich bereitet seine Blüten vor.
The peach is preparing its flowers.
Il pesco sta preparando i fiori.


Der Rosmarin schaut schon etwas traurig aus ...
Our rosemary seems to be quite sad ...
Il rosmarino ha un aspetto un po' triste ...


Der Giersch kann ab sofort für Salate und ähnliches geerntet werden.
The ground elder may be collected and used for salads etc.
L'aegopodium podagraria (non conosco il nome italiano) si può già utilizzare per insalate e simili.



Der Mini-Birnbaum bereitet sich vor ... bald gibt es mehr zu sehen.
Our little peach tree is preparing for growth. Soon we will see more.
Il nostro piccolo pesco si sta preparando. Presto vedremo di più.


Hinter der Knoblauchsrauke zeigt sich ein roter Punkt: Rhabarber.
Behind the garlic root you note a red spot: rhubarb.
Dietro all'alliaria c'è un punto rosso: rabarbaro.


Baumkohl ... er hat den Winter überlebt ... mal sehen, ob er wächst.
Cabbage ... the plant survived our winter and should grow high. Let's see.
Il cavolo è sopravissuto l'inverno e dovrebbe diventare abbastanza alto. Vedremo :-)


Den Erdbeeren geht es gut :-) hier auch noch ein vergessener Knoblauch vom letzten Jahr.
The straberries are fine :-) and also the garlic we forgot to take out last year.
Le fragole stanno bene :-) e anche l'aglio che l'anno scorso abbiamo dimenticato di raccogliere.


Der Liebstöckel zeigt sich (die kleinen weinroten Spitzen)
Lovage ist coming out (the litte dark red plants)
Il levistico (sedano del monte) sta iniziando a crescere (le piccole punte colorate rosso vino)


Auch mein Salbei hat es geschafft.
Also the sage survived.
Anche la salvia è sopravissuta.


Zwiebeln ... ob die sich selbst ausgesät haben? Könnte sein.
Onions ... who knows if they distributed their seeds themselves ... it could be.
Cipolle ... chissà se si sono distribuite i semi da se ... è possibile.



Veilchen
violets
viole




Der alte Apfelbaum vorm Haus.
The old apple tree in front of the house.
Il melo vecchio davanti alla casa.


Gänseblümchen
daisies
margheritine


Schöllkraut
celandine
celidonia


Gundermann
ground-ivy
edera terrestre


Osterglocken
daffodils
narcisi gialli


Aronstab
arum lilies
gigaro (Arum)



Hier kenne ich den Namen nicht.
For this flower I don't know the name.
Non conosco il nome di questo fiore.



Knoblauchsrauke
garlic root
alliaria


Und Fanny kontrolliert natürlich alles ...
And of course, Fanny needs to check everything ...
E naturalmente Fanny deve controllare tutto ...


Haselnuss
hazelnut
nocciola


Brombeerstrauch
blackberry bush
rovo

Saturday, February 04, 2017

Gevatter Tod von der Schippe gesprungen ...

... und das Leben fließt weiter ... es wird nur andere Wege nehmen.

Tja, ich habe viel mitgebracht aus der Anderswelt, in der ich kurzzeitig war. Das wird vieles beeinflussen.

Ja, es geht mir gut. Kraft und Ausdauer lassen noch zu wünschen übrig, aber mein Dickschädel wird das schon hinbekommen.

So viel für den Anfang:

Es gibt Seelen mit Körper, das sind wir Menschen, die hier auf der Erde leben, und Seelen ohne Körper, die unsere Begleiter sind. Unsere Tiere spüren sie und können sie vielleicht auch sehen. Oft habe ich meine Katze beobachtet, die unverwandt auf eine Stelle im Zimmer starrt ... wahrscheinlich "sieht" sie dann eine Seele.

Mutter Erde ist extrem wichtig für uns, nicht die Politik, Fernsehen oder anderer Schmarrn, so wie uns weiß gemacht werden soll. Denkt darüber nach.

Genug für heute - es wird mit der Zeit noch mehr kommen. Im Moment ist Schreiben doch etwas anstrengend ... hätte ich nicht gedacht.

Monday, December 05, 2016

Knecht Ruprecht (Theodor Storm)


Von drauß’ vom Walde komm ich her;
Ich muß euch sagen, es weihnachtet sehr!
Allüberall auf den Tannenspitzen
Sah ich goldene Lichtlein sitzen;
Und droben aus dem Himmelstor
Sah mit großen Augen das Christkind hervor,
Und wie ich so strolcht’ durch den finstern Tann,
Da rief’s mich mit heller Stimme an:
„Knecht Ruprecht“, rief es, „alter Gesell,
„Hebe die Beine und spute dich schnell!
„Die Kerzen fangen zu brennen an,
„Das Himmelstor ist aufgetan,
„Alt’ und Junge sollen nun
„Von der Jagd des Lebens einmal ruhn;
„Und morgen flieg’ ich hinab zur Erden,
„Denn es soll wieder Weihnachten werden!“
Ich sprach: „O lieber Herre Christ,
„Meine Reise fast zu Ende ist;
„Ich soll nur noch in diese Stadt,
„Wo’s eitel gute Kinder hat.“
– „Hast denn das Säcklein auch bei dir?“
Ich sprach: „Das Säcklein das ist hier:
„Denn Äpfel, Nuß und Mandelkern
„Fressen fromme Kinder gern.“
- „Hast denn die Rute auch bei dir?“
Ich sprach: „Die Rute, die ist hier:
„Doch für die Kinder nur, die schlechten,
„Die trifft sie auf den Teil den rechten.“
Christkindlein sprach: „So ist es recht;
„So geh mit Gott, mein treuer Knecht!“
Von drauß’ vom Walde komm ich her;
Ich muß euch sagen, es weihnachtet sehr!
Nun sprecht, wie ich’s hierinnen find’!
Sind’s gute Kind’, sind’s böse Kind’?

Und hier eine ganz andere Fassung von Knecht Ruprecht:



Quelle des Bildes ganz oben: Wikimedia Commons
Das Gedicht oben gibt es auch auf Wikisource (hätte mir das Abtippen sparen können ... na ja, nächstes Mal)

Zitat: über Fremde und Freunde

Angst macht Fremde aus Menschen, die Freunde sein sollten. (Shirley MacLaine)

Wednesday, July 06, 2016

Pasta e lenticchie ... Nudeln und Linsen

Leider habe ich hier keine Fotos von der Zubereitung, aber ich denke, es geht auch so.

Zutaten:
Linsen
Knoblauch
Petersilie
Olivenöl
Etwas Tomatenkonzentrat oder eine Tomate
Salz
Pfeffer
Gemüsebrühe (habe ich selbst gemacht)

Genaue Mengenangaben habe ich leider nicht - ich koche meist "nach Gefühl".

Für 4 Personen nehme ich ca. 250 g Linsen - genau kann ich es nicht sagen, ich schütte nämlich einfach aus dem Glas in "meinen Topf" und sehe dann die Menge :-D

Erst mal die Linsen waschen und dann mit gut einem Liter Wasser anstellen. Knoblauchzehe mit hinzugeben (man kann ihn auch ganz hinzufügen und nach dem Kochen wieder herausnehmen). Tomate(nkonzentrat) hinzugeben. Ich schätze mal einen gehäuften Esslöffel voll. Die Linsen weich kochen lassen, dann Salz, Pfeffer, Petersilie hinzugeben. Danach die Nudeln, ca. 100 g pro Person dazu geben (auch klein gebrochene Spaghetti oder ähnliches sind ok).  Nach und nach noch heißes Wasser hinzugeben, denn der anfängliche Liter reicht bestimmt nicht. Nochmal mit Pfeffer, Salz und Gemüsebrühe abschmecken. Wenn die Nudeln fertig sind noch Olivenöl hinzugeben und durchrühren.

So ... und nun zur Variation: man nimmt etwas weniger Linsen und füllt auf mit klein geschnittenem Baumspinat, Giersch oder anderen vorhandenem Grünzeugs aus Wald und Wiese bzw. Garten.

Guten Appetit :-)

Friday, July 01, 2016

Vom Schaf zur Wolle zu ... irgendwas

Erst mal möchte ich Euch meine Lieblingsschäfchen vorstellen, wobei: alle Schafe sind toll.
Das sind also Coburger Füchse:




Ich verarbeite unterschiedliche Wolle, je nachdem, was ich tauschen kann oder für mich preislich möglich ist. Nun denn ... eines Tages kommt die Wolle an, die dann erst mal aussortiert werden muss. Das heißt, ich hole den Teil aus dem Vlies, der fürs Verspinnen geeignet ist. Der Rest kommt meinen Pflanzen zugute.


Hier unterscheiden sich nun schon einmal die Wege der Spinner: manche verspinnen die Wolle so, wie sie vom Schaf kommt. Ich ziehe es allerdings vor, sie erst zu waschen. Ich verwende dazu Kernseifeflocken, die ich zunächst in heißem Wasser auflöse und dann in die Wanne gieße, dann kommt noch weiter Wasser hinzu, bis ich handwarmes Seifenwasser habe. Die Wolle kommt ins Wasser und ich lasse sie gut einweichen. Vorsicht: die Wolle nicht zu stark bewegen, sonst verfilzt sie. Je nachdem, wie schmutzig die Wolle ist, wiederhole ich das Seifenbad (meist zwei oder drei Mal). Danach wird die Wolle in handwarmen Wasser ausgespült. Auch dies meist zwei oder drei Mal. Wenn Ihr sehr hartes Wasser habt, solltet Ihr es einmal mit Regenwasser probieren. Es ist schon ein Unterschied.


Nun gehts weiter mit dem Trocknen. Ich breite die Wolle bei sehr schönem Wetter auf einem Bettlaken auf der Wiese aus oder, wenn es nicht ganz so toll ist und es könnte regnen auf einem Wäscheständer.


Ist die Wolle einmal trocken, sind zwei weitere Schritte möglich: entweder man kardiert oder kämmt die Wolle. Ich ziehe das Kämmen vor. Leider habe ich im Moment keine Bilder vom Kämmen. Es gibt extra Wollkämme, aber am Anfang kann man zum Ausprobieren auch erst einmal zwei ganz normale Haarkämme mit breit stehenden Zinken verwenden, Dabei wird die zu kämmende Wolle auf einen Kamm aufgespießt und dann mit dem zweiten Kamm quer dazu "ausgekämmt". 
Hier ein Video von YouTube zum Wolle kämmen:



Wenn man mit kleinen Kämmen arbeitet sehen die Kammzüge dann so aus:


Dann geht es ans Verspinnen - mit dem Spinnrad oder der Handspindel. Erst mal zur Handspindel: da gibt es viele verschiedene Spindelarten. Mein Favorit ist die Kreuzspindel, denn sie hat einen Vorteil: man hat gleich ein Wollknäuel und man kann dieses entstandene Knäuel gleich mit sich selbst verzwirnen (Innenfaden mit Außenfaden entgegen der Spinnrichtung verzwirnen) und hat so gleich ein verzwirntes Wollknäuel, ohne dann man die Wolle umwickeln muss.


Hier verzwirnt:


Und dann wurden Handschuhe daraus gestrickt:



Wert der Handschuhe ... unbezahlbar, wenn man die vielen Stunden rechnet.

Mit dem Spinnrad sieht die Arbeitsfolge etwas anders aus:

Spinnen


Verzwirnen (habe leider kein Foto davon), dann
Haspeln (verwende hierzu einen Hocker, denn Platz für eine Haspel habe ich nicht)



Damit hat man einen Strang, der dann zum Stricken, Häkeln, Nadelbinden usw. auf ein Knäuel gewickelt werden muss.


Wie man schon oben sieht: es gibt auch farbige Wolle und die muss natürlich gefärbt werden. Das geht z.B. mit Pflanzen. Demnächst wird es auch hierzu einen kurzen Text geben.



Saturday, April 16, 2016

Löwenzahn ... zu Kartoffeln und aufs Brot

Löwenzahn darf bei mir im Beet wachsen, denn er dient als Gemüse. Immer wenn er "zuviel" wird, wird er geerntet und natürlich bleibt ein Wurzelstück drin und das wächst dann wieder zu einer vollen Pflanze aus. Letzten Sonntag war es dann so weit: Löwenzahnernte ...



Ich trenne die Wurzeln und Blätter. Die Erde bleibt an den Wurzeln und wird später abgebürstet. Man kann dann Tee daraus bereiten. Es heißt: Löwenzahn unterstützt die Verdauung und kann auch bei Diabetes helfen. Neuerdings wird der gemahlenen Wurzel zugeschrieben, dass sie sogar bei Krebs helfen soll. Bitte informiert Euch hierzu selbst noch besser - eine Googlesuche bringt viele Resultate.




Noch etwas ist zu beachten: die Wurzel sollte vor der Blüte geerntet werden.

Ein interessanter Link führt zum Zentrum für Gesundheit.

Aus den Blättern wird Gemüse bereitet - Zutaten:
Löwenzahnblätter
Knoblauch
Öl (ich bevorzuge Olivenöl)
frische Tomaten oder geschälte Tomaten aus der Dose
Salz, Chilli

Die Blätter lasse ich erst eine Weile in kaltem Wasser liegen, damit die Bitterstoffe rausgehen. Danach werden sie Blanchiert, also ganz kurz gekocht.



Den Knoblauch (gepresst, geschnitten oder ganz - Hauptsache der Geschmack ist drin) im Öl anbraten. Dann kommen die blanchierten Löwenzahnblätter hinzu und werden angedünstet. Zuletzt gibt man dann die Tomaten hinzu. Hier geschnittene geschälte Tomaten aus der Dose.


Eine Weile köcheln lassen und wenn die Tomaten gekocht sind (werden eher orange als rot) noch mit Salz und Chilli abschmecken.



Ich esse dieses Gericht am liebsten als "Soße" zu Salzkartoffeln oder auf Weißbrot.

Viel Spass beim Nachkochen :-)