Sunday, February 24, 2008

Ketten ...


Ich habe heute einer Freundin auf eine Mail geantwortet ... bei Ihr sieht's im Moment nicht so toll aus ... vor kurzer Zeit habe ich über ähnliches mit demjenigen gesprochen, der mir am nächsten steht. Ich möchte beiden dieses Gedicht widmen – ihr, weil ich hoffe, dass das Gesagte hift, ihm, weil es ihn gibt.

Es ist seltsam: auch hier muss ich jede Zeile mit dem "Gegenstand" beginnen – es geht nicht anders ...

Ketten

Ketten ... wir alle haben sie
Ketten ... sie binden und doch lassen sie frei
Ketten ... machmal werden sie schwer
Ketten ... und dann sind sie wieder ganz leicht
Ketten ... können die Seele zerstören
Ketten ... können sie retten
Ketten ... sind nichts anders als Bänder
Ketten ... sind Beziehungen
Ketten ... sind Leidenschaft
Ketten ... bedeuten Vertauen
Ketten ... bedeuten sich aufgeben
Ketten ... bedeuten sich festzulegen
Ketten ... versperren uns manchmal die Sicht
Ketten ... kann man sprengen
Ketten ... sind Geborgenheit
Ketten ... haben Schlösser

Ketten ... an dem Tag, an dem wir sie als Last empfinden, sie uns weh tun, dann sollten wir daran denken, dass wir selbst sie sprengen können

Ketten ... solange sie Geborgenheit und Sicherheit geben, dürfen sie auch verlangen, oft mehr als sie zugeben vermögen

Ketten ... sind Teil unseres Lebens, wir müssen nur lernen, richtig mit ihnen umzugehen

Ketten ... wir sollten den Schlüssel zum Schloss unserer Ketten, nur denjenigen geben, die sorgsam damit umzugehen wissen, denn sie sind es, die Einfluss auf unser Leben selbst haben

Ketten ... ich habe meine kennengelrnt – und Du, kennst Du Deine?
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